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Spielberichte

Saison 2014-2015

03.05.2015: TSV Trebgast 2 - SSV Peesten 2 - Endstand 3:0 (1:0)

TSV Trebgast 2: Teichmann, Hahn, Lange, Falk, Mösch, Kolb, Huber, Moos I., Assmann, Lutz, Stabenow / Zenkner, Stumpf (68.), Grampp (68.)
SSV Peesten 2: Voigt, Ellner, Dupke, Jacob, Scherm J., Hörner, Weickert, Wich, Schott P., Pichl, Riese, Schenkendorf (56.)
Tore: 1:0 Falk (42., Stabenow), 2:0 Lutz (61., Stabenow), 3:0 Eigentor (79., Lutz)
Gelbe Karten: - / Scherm J. - Handspiel (45.)
Zuschauer: 50
Schiedsrichter: Karl-Heinz Oestreicher (SV Kulmain)

Trebgast 2 macht sein Meisterstück

Mit einem nie gefährdeten 3:0-Sieg hat die Reserve des TSV Trebgast im Spitzenspiel gegen den personell arg gebeutelten SSV Peesten 2 sein Meisterstück gefeiert und darf in der nächsten Saison in der A-Klasse an den Start gehen.

Die Trebgaster, im Hinspiel auf dem kleinen Peestener Platz bisher zum einzigen Mal in dieser Saison geschlagen, konnten im Topspiel auf nahezu die beste Formation zurückgreifen. Ganz im Gegensatz zum SSV Peesten, der insgesamt neun Spielerabsagen zu verkraften hatte und sogar eine Absage des Spiels in Erwägung zog. Am Ende siegte der Sportsgeist und man reiste mit einer Rumpfelf um einige nach Jahren reaktivierte Kicker an. Eine Entscheidung, die sich bezahlt machen sollte.

Peestens Hintermannschaft erledigt ihren Job hervorragend

Gegen wenig überraschend druckvoll agierende Hausherren präsentierten sich die Peestener ihren vorhandenen Mitteln entsprechend. Mit acht Mann, die sich im Defensivbereich tummelten, versuchte man, die routinierte Trebgaster Truppe um einige ehemalige Bayernliga-Recken zumindest zu ärgern. Mit Erfolg. Die Hausherren um den extrem emsigen Dominik Mösch drängten von Beginn an vehement auf den türöffnenden Führungstreffer. Mit wenig Erfolg. Immer wieder stand der überragenden Hans-Joachim Voigt im Peestener Kasten dem entgegen. Nach zehn Minuten entschärfte er Torjäger Stabenows Versuch, der abgeblockte Eckball landete über Matthias Falk bei James Lutz, der um Haaresbreite verfehlte. Und so ging es in schöner Regelmäßigkeit weiter. Peesten warf sich mit Mann und Maus in die wütenden Trebgaster Angriffe, die regelmäßig neben dem Tor, in den Händen Voigts oder in der vielbeinigen SSV-Abwehr ihr Ende fanden. Die stärkste Phase verzeichneten die Hausherren dabei nach einer guten halben Stunde. Lutz verzog nach Hubers Ball und filigraner Annahme mit der Brust du herrlichem Drehschuss um Haaresbreite (25.), Mösch - vor der Pause auffälligster Trebgaster - verzog um wenige Zentimeter (26.) und Stabenow wuchtete das Leder aus gut 16 Metern knapp am Tordreieck vorbei (28.). Pech hatten die Trebgaster zudem, dass ein klarer Elfmeter an Stabenow nicht gepfiffen wurde (32.). Als sich die TSV-Offensive etwas legte, die große Überraschung. Der emsige SSV-Libero Max Jacob tauchte nach einem Eckball blank vor dem TSV-Kasten auf und setzte seinen Kopfball nur um Haaresbreite am Pfosten vorbei (38.) - das Spiel wäre komplett Kopf gestanden. Gleichzeitig aber auch ein Weckruf für die Gastgeber, die nun fokussierter ans Werk gingen - aber weiterhin glücklos blieben. Im direkten Gegenzug schon scheiterte James Lutz am prächtig reagierenden Voigt, fünf Minuten später war es dann aber soweit: Nach Scherms Foul an Stabenow zeigte Oestreicher auf den Punkt, Libero Falk verwandelte sicher. Und doch war der Führungstreffer noch kein sicheres Polster. Schließlich hätte der Unparteiische nach einem gemeinsamen Einsteigen von Teichmann und Huber an Fabian Hörner durchaus auf den Elfmeterpunkt zeigen können (44.). Den Schlusspunkt vor dem Pausentee setzte in einem für B-Klassenverhältnisse gutklassigen Kick Jens Ellner, der mit allerletztem Einsatz Stabenows Versuch abblockte (46.).

Trebgast forciert den Druck, Lutz trifft

Als nach dem Halbzeittee die Trebgaster ihre Offensivbemühungen weiter forcierten, noch eine kurze Schrecksekunde, als Fabian Hörner auf Michael Teichmann zusteuerte, der über den Spann rutschende Ball aber keinerlei Gefahr entfachte (50.). Fortan spielten nur noch die Gelb-Schwarzen. Und nachdem James Lutz einen Kopfball an der Gambel vorbeisetzte (55.), war es eben dieser Lutz, der den schönsten Angriff des Spiels zur Vorentscheidung nutzte. Ein öffnender Pass von Ingo Moos fand "Gerd" Stabenow, dessen präzisen Flankenball Lutz per Tunnel an Keeper Voigt versenkte (61.). Es sollten denkwürdige Minuten für Peestens Hüter folgen, der in schöner Regelmäßigkeit herrlichste Paraden zeigte. Schon eine Minute nach dem Tor klärte er reaktionsschnell gegen Stabenow, hatte Glück, dass der an einer Moos-Flanke vorbeirutschte (68.) und parierte einen Hahn-Schuss aus 30 Metern zum Eckball (73.). Zwei Minuten später eine erneute Glanztat Voigts: Joker Grampp bediente Lutz mustergültig mit einem feinen Flankenball hinter die Abwehrreihen - dessen Schuss lenkte der SSV-Hüter mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Und noch einmal bemühte er das Glück des Tüchtigen, als Ingo Moos einen Flankenball Langes aus spitzem Winkel und kurzer Distanz mit Vehemenz an den Außenpfosten drosch (76.). Chancenlos war es bei Treffer Nummer Drei: Einen Flankenball von Lutz fälschte seine Abwehr unhaltbar in den eigenen Kasten. Für den Schlusspunkt aber sorgte er erneut: Der 40-Jährige parierte nach Lutz' Flankenball einen letzten Versuch von Ligatorjäger Markus Stabenow erneut sehenswert (86.).

Trebgast geht hoch, Peesten hofft auf Relegation

Während die Trebgaster durch diesen Sieg den Aufstieg in die A-Klasse eingetütet haben, hofft Peesten insgeheim auf die Teilnahme an der Relegation - ohne Aufstiegsambitionen zu hegen. Vor allem der Ausfall von Torjäger Schott reißt aktuell eine nicht zu schließende Lücke im Reservekader, der sich dennoch wacker schlägt und Sportsgeist präsentiert.