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Spielberichte

Saison 2017-2018

19.04.2018: TSV Trebgast - SSV Peesten - Endstand 4:0 (1:0)

TSV Trebgast: Stumpf, Graebner, Lerch, Kauper C., Bauer, Stöcker I., Keyssner J., Distler, Kerner, Plasche, Sesselmann / Munzert P., Lindner (67.), Mösch (82.), Weichart (53.)
SSV Peesten: Popov, Unruh, Münch, Netzel, Baum, Täuber B., Pöhlmann Kai, Wagner, Rauh, Hammond V., Geppert / Michel K., Klotz (72.), Dippold A. (46.), Herold (71.)
Tore: 1:0 Sesselmann, Foulelfmeter (35., Distler), 2:0 Kerner (47.), 3:0 Kerner (70.), 4:0 Kerner (75.)
Gelbe Karten: Sesselmann - Foulspiel (14.), Graebner - Halten/Trikotziehen (42.), Keyssner J. - sonstiges Vergehen (67.) / Rauh - Foulspiel (21.), Pöhlmann Kai I. - Foulspiel (39.), Dippold A. - Meckern (68.)
Zuschauer: 50
Schiedsrichter: Reiner Rauh (SG Zedtwitz/Hof)

Kerner zu stark für Peesten

Rechtzeitig vor dem Kellerduell sendeten sowohl der SSV Peesten (2:1 gegen Motschenbach) als auch der TSV Trebgast (3:2 gegen Lindau) ein Lebenszeichen. Mit nunmehr jeweils 14 Punkten stritten sich die beiden Clubs nun mit Harsdorf um den Relegationsplatz. Zwei der drei Mannschaften werden aber in den sauren Apfel beißen und direkt in die A-Klasse absteigen müssen. Da war ein Sieg im direkten Duell natürlich von ganz besonderer Bedeutung. Die Voraussetzungen war für die Gäste aber nicht die besonders günstig. "Die 5chicht bestimmt bei uns die Aufstellung", musste Gästecoach Klaus Michel mit dem auskommen, was an Personal da war. Im Tor musste er jedoch improvisieren: Da musste Oliver Popov zwischen den Pfosten aushelfen. Angesichts des personellen Engpasses wollte Klaus Michel deswegen aber nicht gleich die Flinte ins Korn schmeißen: "Die elf Mann, die da sind, machen ihre Sache! Wir machen uns deswegen nicht in die Hose!" Die Heimelf konnte dagegen bis auf Selcuk Terkes auf den kompletten Kader zurückgreifen. "Zu verlieren haben wir nichts. Das ist ein Heimspiel. Das wollen wir gewinnen" stellte Michael 5töcker klar.

Trebgast von Beginn an besser

Das verkörperte die Heimelf auch von Beginn an. Denn während die Gäste in den Anfangsminuten die Ordnung suchte, gingen die Hausherren gleich gewillt zur Sache und verlagerten das Spielgeschehen in die Peestener Hälfte. Nur in den Strafraum gelang die Heimelf dennoch erst einmal nicht Erst Julian Distier ließ es nach einer Viertelstunde dann so richtig krachen: Der Ball knallte jedoch gegen die Querlatte. Hochkarätige Torchancen waren danach erst einmal wieder Mangelware - trotz deutlicher Überlegenheit der Hausherren. "Das Selbstvertrauen aus dem Spiel zuvor hat uns gepusht", konnte Spielertrainer Michael Stocher mit dem Auftakt zufrieden sein. Von dem Druck der Trebgaster konnte sich die Michel-Elf dagegen nur selten befreien. "15 Spielminuten war die Partie offen, dann haben wir uns selbst rausgenommen und waren Meter weit entfernt von unseren Gegenspielern" haderte dagegen der Gästecoach mit dem Spiel seiner Elf. Das konnte nicht lange gut gehen. Tat es auch nicht: Als Christian Wagner Gegenspieler Julian Distler am Fuß traf, zeigte der Schiedsrichter folgerichtig auf den Elfmeterpunkt. "Ein klarer Elfmeter: Er trifft nur den Fuß. Das war klar zu hören", war die Situation für den Gefoulten unstrittig. Tobas Sesselmann übernahm daraufhin die Verantwortung und versenkte das Leder in den Maschen. Die verdiente Führung für die Hausherren, die bislang mehr in das Spiel investierten. Die Gäste blieben dagegen bis zur Halbzeitpause weiter harm- und zahnlos. Peesten ließ vieles vermissen, vor allem die typischen Abstiegstugenden. Von kämpfen, kratzen, beißen war jedenfalls wenig zu sehen.

Kerner erledigt Peesten

Das sollte sich auch in der zweiten Hälfte nicht ändern. Peesten fand einfach nicht in die Partie und vor allem keinen Zugriff auf Sören Kerner, der die Gästeabwehr in der zweiten Halbzeit noch so einige Rätsel aufgeben sollte. Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel sorgte der Trebgaster mit einem kurzen Antritt und einem satten Abschluss bereits für die Vorentscheidung. Denn angesichts der Peestener Harmlosigkeit glaubten selbst die Gäste nicht mehr so Recht an die Aufholjagd. Trebgast hatte fortan nicht nur leichtes Spiel, sondern auch Freude am Spiel. "Wir haben von der ersten Minute an nichts zugelassen und hätten durchaus noch höher gewinnen können" sprach Michael Stöcker dabei von einer guten Defensivleistung. Die Gäste verzeichneten letztendlich nicht eine einzige Torchance. Vielmehr kannte das Spiel auch in der zweiten Hälfte nur eine Richtung. So war der dritte und vierte Treffer der Hausherren nur folgerichtig. Torschütze? Na klar: Sören Kerner. Erst versenkte der 22-Jährige einen Freistoßaufsetzer, ehe er eine Flanke dankbar verwerten konnte. Ein lupenreiner Hattrick! "Wir haben Trebgast viel zu viel Freiräume gegeben und hatten Sören Kerner nie im Griff" musste Klaus Michel die Überlegenheit der Gäste eingestehen. Die Partie war derweil längst entschieden und die restliche Gegenwehr der Gäste ebenso gebrochen. Trebgast ließ aber in der Schlussphase die eine oder andere Chance liegen.

Trebgast hofft weiter

"Man hat gemerkt, was mit der vollen Truppe geht, nachdem wir sonst nicht immer komplett waren", schöpfte nach der Partie nicht nur Julian Distier neuen Mut im Abstiegs kam pf, sondern die gesamte Trebgaster Elf, die sich keineswegs wie ein Absteiger präsentierte. Mit einer ähnlichen Leistung sind durchaus noch weitere Punkte für die Stöcker-Elf drin. "Wir sind wie das Wetter: Heute waren wir gut. Das zeigt auch, dass wir spielen können und wollen" weiß der Spielertrainer aber auch um die Tücken bei seiner Elf. Der zweite Sieg in Folge gibt jedoch Mut. Einziger Haken an der Sache: Harsdorf konnte überraschend gegen den FC Oberland ebenfalls drei Punkte einfahren. Die rote Laterne wandert daher nach Peesten: Die ersatzgeschwächten Gäste konnten im Kellerduell zu keiner Zeit auf Augenhöhe agieren und liefen der Musik stets hinterher.

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