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Quelle: www.anpfiff.info
Beitrag vom 18.12.2011 von Hans-Jürgen Wunder
A-Klassist für Kulmbach qualifiziert
Peestener Überraschungscoup

Mit seinem Halbfinaltreffer zum 1:0 in der vorletzten Minute brachte SSV-Kapitän Oliver Popov seine Truppe überraschend ins Endspiel und löste damit das Ticket für die Zwischenrunde. Da war es zu verschmerzen, dass es im Finale gegen Neudrossenfeld noch eine heftige Packung gab.


Im Halbfinale erzwang Außenseiter Peesten mit Alexander Gräf (am Ball) ein ausgeglichenes Spiel und markierte kurz vor dem Ende den Goldenen Treffer.

Lockerer Landesligist

„Da werden wohl noch einige Promille in der Halle sein“, unkte der verhinderte Neudrossenfelder Trainer Peter Schmidt noch am Vormittag und spielte dabei auf die zahlreichen Weihnachtsfeiern am Vorabend an. Bei seiner Truppe schienen sich die samstäglichen Feierlichkeiten zumindest befreiend ausgewirkt zu haben. Bereits in der Vorrunde ließ seine Hallenelf um Patrick Sudol nichts anbrennen und reihte Sieg an Sieg. Den zweiten Platz in der Gruppe sicherte sich der SV Hutschdorf, der den SSV Warmensteinach nach einem 2:1 Sieg im direkten Duell auf Rang drei verwies. Dass die Peestener sich gerade noch für das Viertelfinale qualifizieren konnten, lag ebenfalls im Bereich der Erwartungen, zumal die frühzeitig ausgeschiedenen Danndorfer noch eine Klasse tiefer beheimatet sind. In der Gruppe B entsprachen die Platzierungen der Vereine nach der Vorrunde exakt der Rangfolge auf dem Feld. Dem viermal siegreichen Bezirksoberligisten SSV Kasendorf folgte Bezirksligist TSC Mainleus und danach Kreisligist TSV Thurnau. Nur den letzten Platz für das Viertelfinale ging an die Spvgg Wonsees, nachdem im Zweikampf der A-Klassisten der FC Ludwigschorgast klar mit 3:0 besiegt wurde.


Besonders in der zweiten Hälfte des Finales tanzte Landesligist Neudrossenfeld seinen Gegner ein ums andere Mal aus, wie hier Nikolas Kraus (in schwarz) gegen den Peestener Alexander Stamm (Nr. 9).

A-Klassist dreht auf

Zunächst schien auch im Viertelfinale alles auf klare Favoritensiege hinzuweisen, als Neudrossenenfeld die Wonseeser mit 4:0 und die Mainleuser die Warmensteinacher mit 3.0 aus dem Rennen warfen. Als die Peestener ausgerechnet beim 2:1 gegen den Bezirksoberligisten aus Kasendorf ihren ersten Sieg im Turnier landeten, war die Sensation perfekt. Den letzten Platz im Halbfinale sicherte sich schließlich Thurnau mit einem 2:0 gegen Hutschdorf. Mit einem Sieg in der nächsten Runde waren die beiden Gewinner automatisch für Kulmbach qualifiziert. Entsprechend knapp verliefen beide Finalspiele, wobei die Partie zwischen Neudrossenfeld und Mainleus lange Zeit hin und her wogte, bevor Neuzugang Martin Dörfler 22 Sekunden vor dem Ende der entscheidende Treffer für den TSV gelang. In der zweiten Begegnung hatten die Thurnauer zunächst leichte Vorteile, während es der A-Klassist meist mit Distanzschüssen probierte. Als sich in den letzten Minuten aber der Peestener Alexander Stamm auf der rechten Seite durchdribbelte und präzise zu Oliver Popov passte, ließ sich der SSV-Kapitän die Gelegenheit nicht entgehen und schoss sein Team ins Finale. Dass man dort nach 0:1 Halbzeitrückstand gegen den hohen Favoriten Neudrossenfeld noch mit 0:8 unterging, war dann ebenso nur noch von statistischem Wert wie der 3:2 Sieg der Mainleuser gegen Thurnau im Spiel um Platz 3. 

Bei der Zwischenrunde am 8. Junuar in Kulmbach sind somit der TSV Neudrossenfeld und der SSV Peesten qualifiziert.