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Quelle: www.anpfiff.info
Beitrag vom 15.12.2011 von Gerhard Leinfelder

Ohne Aufstiegsdruck lange dabei sein
Peesten hat schon vier "Neue" für die Rückrunde

Sie müssen nicht mit aller Gewalt in die Kreisklasse, aber aufgrund einer guten Ausgangsposition, in Lauerstellung hinter dem Führungsquartett, würde der SSV Peesten einen Aufstieg natürlich gerne mitnehmen. Dies wurde im Gespräch von anpfiff mit Alexander Stamm, dem Spielertrainer des SSV Peesten klar.

Dass der SSV nach seinem Abstieg aus der Kreisklasse zunächst auch menschlich wieder zusammen wachsen musste, dass machte sich an den Anfangsergebnissen bemerkbar. Dass dieses Zusammenwachsen aber wieder sehr gut geglückt ist ist, das sieht man auch an den vergangen vier Spielen vor der Winterpause. Der SSV Peesten belegt in der A - Klasse 9 momentan den fünften Rang, ein „Pünktchen“ hinter dem dritten VfR Neuensorg, der auf dem Aufstiegsrelegationsplatz steht und zwei Punkte hinter den beiden führenden Teams aus Hutschdorf und vom BSC Kulmbach. Diese gute Ausgangsposition hat sich das Team von Alexander Stamm insbesondere in den letzten vier Spielen vor der Winterpause erarbeitet. Denn da musste der SSV kein einziges Gegentor hinnehmen, und errang nach drei Siegen sogar ein torloses Remis beim Favoriten BSC Kulmbach.
Wobei Alexander Stamm zugibt, dass ihm die Spielweise des BSC Kulmbach,der selbst in der A - Klasse mit einer Viererkette agiert, gewaltig beeindruckt hat.

Wir müssen das spielen, was die Spieler können

Doch soweit ist sein SSV noch nicht. „Wir spielen konservativ, mit Libero und zwei Manndeckern“ so Stamm. Das entspricht unserem Spielerpotential. Wir agieren auch meistens eher defensiv, da wir mit Michael Arandt eine Top -Torjäger der A - Klasse vorne drin haben", so Stamm. „Mit ihm können wir unsere Konterstärke ausspielen“, verweist der Trainer auf die Konterqualitäten seines Top -Torjägers. Die Zahlen zeigen, dass der Coach damit genau das richtige System für sein Team gewählt hat: Mit nur 19 Gegentoren hat der SSV das beste Defensivverhalten der Liga, mit 14 Treffern liegt SSV Torjäger Michael Arrandt immerhin dem vierten Rang der Torjägerliste der A - Klasse 9.
Auf die Zielsetzung "Aufstieg" angesprochen äußerst sich Alexander Stamm zurückhaltend.“Wir müssen nicht, aber wir dürfen und vielleicht können wir sogar.“ Voraussetzung wäre aber auch, das Phasen mit vielen Verletzten, wie es in der Vorrunde mehrfach der Fall war, in der an Spieltagen kurzen Rückrunde nicht mehr vorkommen. Und damit Verletzungen von Spielern nicht mehr derart hart ins Konto schlagen, hat der SSV Peesten in der bisherigen Wechselperiode II gewaltig zugeschlagen.

Bisher vier Neuzugänge

Gleich vier Neuzugänge kann der SSV bisher bieten. Es sind dies Tobias Geppert vom FC Schwarzach, Vincent Hammond vom SSV Kasendorf II, Johannes Rausch vom ATS Kulmbach, und Dominik Rathgeber, der von der unterfränkischen DJK Ober/Unterebersbach zum SSV Peesten kam. „Damit sind wir in der sowohl in der Breite als auch in der Spitze besser aufgestellt“, so der Peestener Trainer. Ansonsten rühmt der Coach, der im ersten Jahr beim SSV tätig ist, die Harmonie im Verein. „Die Zusammenarbeit mit Spielertrainer und Vorstandschaft ist sehr gut, das Team passt, die Trainingsbeteiligung ist für A - Klassenverhältnise sogar sehr gut.

Die kurze Restsaison verzeiht keinen Fehlstart

Doch trotz aller positiven Töne- am Donnerstag den 2. Februar ist dann der Schmusekurs zunächst beendet. Denn dann ist beim SSV der Trainingsauftakt zur Rückrunde angesagt. Bereits einige Tage später geht es in einem Testspiel gegen den VfB Kulmbach II, bis zum 11. März - dem Auftaktspiel in 2012 beim SV Cottenau- soll dann die Form der Vorrunde wieder gefunden werden. Denn eins ist für Alexander Stamm auch klar: „Aufgrund der kurzen Restsaison hängt fast alles vom Start im Frühjahr ab. „Um einen gravierenden Fehlstart zu korrigieren, wird mit Sicherheit die Zeit fehlen,“ist sich Peestens Trainer sicher.
Für Alexander Stamm ist der BSC Kulmbach der Top Anwärter auf den Titel. Aber für die Plätze Zwei und Drei sind vier Bewerber da: Der SV Hutschdorf, der VfR Neuensorg, die SpVgg Windischenhaig und der SSV Peesten. Und wenn man die Zielsetzungen der Vereine in der Spitzengruppe der A 9 ansieht, dann ist der Druck des „Aufsteigen müssens“ oder anders ausgedrückt, die Erwartungshaltung von Trainer, Spieler und Offiziellen beim SSV vielleicht am geringsten. Dies kann in einer am Ende knappen Saisonentscheidung,die durchaus zur Nervenschlacht werden kann, ein kleiner Vorteil sein.