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Quelle: www.anpfiff.info
Beitrag vom 05.11.2011 von Gerhard Leinfelder


Titelaspiranten im halben Dutzend
Das Halbzeitfazit der A Klasse 9


Großes Gedränge an der Spitze der A Klasse 9 nach Abschluss der Vorrunde. Damit ist das eingetreten, was viele Experten vor der Serie bereits geahnt hatten: Die Liga ist brutal ausgeglichen, selbst Topfavorit BSC Kulmbach konnte sich nicht absetzen. anpfiff zieht Resümee nach der Hälfte der Serie, und stellt fest: In dieser Liga ist immer was los, und sie wird zumindestens in der Meisterschaftsfrage lange spannend bleiben.

Vorne mit dabei ist Kreisklassenabsteiger VfR Neuensorg. Nach zwei direkten Abstiegen in Folge hat sich die Huhs - Truppe wieder stabilisiert.Mit 28 Punkten ist der VfR eine von drei Mannschaften die zur Halbzeitpause in der A - Klasse 9 punktgleich vorne liegen.Mit dabei ist der Top- Favorit der Liga,der BSC Kulmbach, sowie der SV Hutschdorf. Die Hutschdorfer haben mit 47 Treffern die meisten Tore erzielt, und mit nur 15 Gegentoren die beste Defensivabteilung. Alle drei führenden Vereine sind zu Hause noch unbesiegt. Hinter diesen drei Teams sind nochmals vier Vereine platziert, die bei einem guten Start in die Rückrunde Ansprüche auf eine Aufstiegsplatz anmelden können. Der SSV Peesten, die SpVgg Windischenhaig,der TSV Ködnitz und der SV Motschenbach befinden sich in Lauerstellung. Wobei interessant sein dürfte, inwieweit sich der Abbruch des Spiels Hutschdorf gegen Windischenhaig bei der SpVgg auswirkt. Man braucht kein Prophet sein, wenn man bei den Rot- Sündern eine lange Sperre prognostiziert. Dazu kommt noch die schwere Muskelverletzung von Top Torjäger Tobias Sesselamnn, die SpVgg steht am Scheideweg.

Eine Klasse fast ohne Mittelfeld

Aufgrund dieser Ausgeglichenheit bietet die Tabelle nach Ende der Vorrunde fast kein Mittelfeld, beim Tabellenzehnten SV Marienweiher beginnt bereits der Kreis der Abstiegskandidaten.Damit wollten die „Weiherer“ eigentlich nach der Verpflichtung ihres neuen Spielertrainers Andres Lenker nichts mehr zu tun haben. Ein leichter Aufwärtstrend zum Vorjahr ist auch feststellbar, aber der Befreiungsschlag Richtung Mittelfeld ist noch nicht gelungen. Die Enttäuschung in der Klasse ist zweifellos der FC Ludwigschorgast. Die schlechte Leistung der Kicker hätte fast zum Rücktritt des Vorsitzenden geführt, in der Winterpause soll eine Zäsur gemacht werden.Ob damit allerdings die sportliche Situation verbessert werden kann, ist anzuzweifeln. Die Schießbude der Liga ist der SV Burghaig: Bereits 54 Gegentore sind Negativrekord, und dabei wollte Spielertrainer Anasthasios Giovanudis „ein Wörtchen an der Spitze mitreden“. Die beiden zur Zeit auf dem direkten Abstiegsplatz stehenden Vereine FC Schwarzach und SV Cottenau reagierten unterschiedlich auf ihre sportliche Misere : Der FC Schwarzach warf seine Philosophie wegen latenter Erfolgslosigkeit über Bord und verpflichtete mit David Vranik und Richard Ziga zwei tschechische Spieler, der SV Cottenau und sein langjähriger Trainer „Trabi“ Jens Zenkner gingen getrennte Wege. Wobei die Maßnahmen des FC Schwarzach mehr griffen: Immerhin gab es zum Ende der Vorrunde zwei Remis, wobei der SV Cottenau weiter sieglos das Tabellenende ziert.

In der Torschützenliste führt Tobias Sesselmann von der SpVgg Windischenhaig mit 19 Treffern, gefolgt von Uwe Heissinger vom SV Hutschdorf und Markus Stabenow vom TSV Trebgast mit je 14 Treffern.
Wobei die A - Klasse 9 eine Liga mit Torgarantie ist: insgesamt fielen 447 Treffer, das entspricht einem stolzen Schnitt von 4,97 Tore pro partie. Sechs Tore in einem Spiel gelangen Björn Zrenner vom BSC Kulmbach der beim 7:4 Sieg seines BSC ein halbes Dutzend mal ins Schwarze traf.
Den höchsten Saisonsieg feierte der FC Ludwigschorgast: Beim 10:0 Erfolg in Burghaig war die Welt an der Arnitz noch in Ordnung. Die größte Kulisse verzeichnete das Derby zwischen dem TSV Ködnitz und dem TSV Trebgast: 250 Zuschauer waren für die A- Klasse eine tolle Kulisse. Am „buntesten“ ging es beim Oberlandderby Cottenau gegen Marienweiher zu: Eine Rote, zwei Gelb -Rote und drei Gelbe Karten- mehr konnte keine Partie in der Vorrunde bieten.